Wie funktioniert Zensursularm?
Wir erklären hier die Funktionsweise eines Zensur-Frühwarnsystems, das auf öffentlichen Nameservern und geheimen Sperrlisten basiert.
1. Zensursularm, überehmen sie!

Der Anbieter eines Internetdienstes möchte wissen, ob die zu seinem Angebot gehördende Domain in Deutschland gefiltert wird. Er stellt eine Anfrage an das Frühwarnsystem.
2. Klopf, klopf

Das Frühwarnsystem fragt nun in regelmäßigen Zeitabständen die Nameserver der Zensurprovider ab und vergleicht das Ergebnis mit dem eines unzensierten DNS-Servers sowie einer Liste mit IP-Adressen von bereits bekannten Stoppseiten-Servern. Diese Abfrage kann direkt oder indirekt über Proxyserver, das TOR-Netzwerk oder gar über gekaperte Privatrechner von unbedarften Windows-Nutzern erfolgen.
Aus dem Ergebnis des Vergleichs lässt sich feststellen, ob eine Domain auf der "geheimen" Filterliste verzeichnet ist, oder nicht.
3. Alarm!

Das Fühwarnsystem kann nun den Betreiber des Angebotes darüber informieren, ob die betreffende Domain auf der "geheimen" Zensurliste gelandet ist.
4. Die Millionen gepackt und ab nach Süden.

Im Falle einer Zensur weiß der Angebotsbetreiber nun bescheid. Er kann nun alle Beweise vernichten, sein Angebot verlegen, seine Kunden informieren, etc.
Fazit
Wie Sie sehen konnten, sind DNS-Sperren nicht nur wirkungslos im Bestreben der Unzugänglichmachung von ungenehmen Angeboten, sondern erweisen den Betreibern solcher Angebote auch Dienste, die mit einer bewährten, gegen die Betreiber selbst gerichteten Strafverfolgung unvereinbar wären.